Warum ist die Beleuchtungstechnik im Bereich Machine Vision so wichtig?
• … ermöglicht eine Reduzierung der Belichtungszeit, sodass Bewegungsunschärfen eliminiert und der Einfluss von Fremdlicht begrenzt wird.
• … ermöglicht eine stärker geschlossene Blende und führt so zu einer größeren Schärfentiefe.
Was ist Licht?
Das menschliche Auge reagiert besonders empfindlich auf Farbabweichungen. Zwei Produkte mit derselben Farbe können für die Augen einer Person unterschiedlich aussehen. Die Auswahl der LEDs für die Beleuchtungsprodukte erfolgt nach strengen Kriterien, sodass sichergestellt wird, dass die maximale Abweichung der Spitzenwellenlänge unter 10°nm liegt. Der Bildchip einer Kamera oder eines Barcodescanners weist unterschiedliche Empfindlichkeiten für verschiedene Wellenlängenbereiche auf, die in den jeweiligen Bedienungsanleitungen angegeben sind. Für optimale Helligkeitsbedingungen müssen sowohl die Empfindlichkeit des Bildchips als auch die Lichtart aufeinander abgestimmt sein. Um Fremdlicht zu vermeiden, können externe Sperrfilter verwendet werden. Bei einigen Kameras ist bereits ein Filter installiert.
Was ist bei der Wahl der richtigen Beleuchtungsfarbe entscheidend?
In Kombination mit Monochrom-Kameras ist die Verwendung von farbigen Lichtquellen jedoch entscheidend, um die gewünschten Grauwerte bestimmter Merkmale zu definieren und so einen Kontrast zu erzeugen. So werden beispielsweise rote und benachbarte grüne Objekte im aufgenommenen Bild in unterschiedlichen Grautönen dargestellt. Ein guter Kontrast kann hingegen erzielt werden, wenn die Hintergrundfarbe in der Komplementärfarbe des beleuchteten Objekts gewählt wird. Dies erhöht die Stabilität des industriellen Bildverarbeitungssystems.
Farbkamera mit Weißlicht
Monochrom-Kamera mit Rotlicht
Monochrom-Kamera mit Blaulicht
Monochrom-Kamera mit Grünlicht
In diesem Beispiel werden Kunststoffobjekte in verschiedenen Farben untersucht. Objekte, die mit Infrarotlicht angestrahlt werden, erscheinen im aufgenommenem Bild weiß, wenn das Licht das Material durchdringt und nicht von diesem reflektiert wird. Eine Infrarot-Hintergrundbeleuchtung kann sogar Objekte durch ein undurchsichtiges Förderband hindurch beleuchten.
Farbkamera mit Weißlicht
Monochrom-Kamera mit Weißlicht
Monochrom-Kamera mit Infrarotlicht
Ohne UV-Licht
Mit UV-Licht
Welche Wirkung hat ein Polarisationsfilter?
Ohne Polarisationsfilter
Mit Polarisationsfilter
Was ist UV-Licht?
Fluoreszierende Substanzen, die UV-Strahlung ausgesetzt sind, absorbieren diese und geben sie als sichtbare, längerwellige Strahlung ab, typischerweise in den Farben Blau (470 nm) oder Grün (525 nm). Dieses emittierte Licht kann daraufhin für die optische Inspektion genutzt werden.
Wie wird UV-Licht verwendet?
Was passiert, wenn Licht auf eine Oberfläche trifft?
Wie reagiert Licht auf verschiedenen Oberflächenbeschaffenheiten?
Lichtreflexion auf einer glänzenden Oberfläche h3>
Lichtverhalten auf einer Oberfläche zwischen glänzend und matt h3>
Lichtdiffusion auf matten Oberflächen h3>
Wie reflektieren verschiedene Oberflächenformen das Licht?
Die gestrichelten blauen Linien zeigen die Lichtreflexion, die die Kamera erreicht und die auf dem Bild weiß dargestellt wird. Die gestrichelten grauen Linien zeigen das Licht, das die Kamera nicht erreicht, was zu einem Lichtverlust im Sichtfeld führt.
Merkmal auf einer flachen Oberfläche h3>
Merkmal auf einer gewölbten Oberfläche h3>
Wie muss die Beleuchtung zur Kamera positioniert werden?
Erweiterte Beleuchtungsvarianten für Spot-Beleuchtungen
Hintergrundbeleuchtung mit Telezentrie h3>
Koaxiale Beleuchtung h3>
Wie entsteht eine homogene Ausleuchtung für die Kamera?
Eine gleichmäßige Ausleuchtung ist eine wichtige Voraussetzung für zuverlässige Ergebnisse in der industriellen Bildverarbeitung. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Lichtverteilung innerhalb eines Sichtfeldes häufig nicht homogen ist. Insbesondere bei Balkenbeleuchtungen können lokale Intensitätsspitzen sowie Helligkeitsunterschiede zwischen zentralen und randnahen Bereichen auftreten.
Um diese Effekte auszugleichen, wird beim Kurveneffekt die Lichtverteilung gezielt angepasst. Dadurch kann die von der Kamera wahrgenommene Helligkeit über das gesamte Sichtfeld hinweg homogenisiert werden.
Wie wird der Kurveneffekt konkret umgesetzt?
Zur Erzeugung des Kurveneffekts werden entlang der Beleuchtung unterschiedliche Angle Changer kombiniert. Dabei handelt es sich um spezielle Lichtdiffusoren, die an der Vorderseite von Balkenbeleuchtungen angebracht werden und die Abstrahlwinkel gezielt beeinflussen. Je nach Ausführung kann so eine flache, mittlere oder breite Ausleuchtung erzeugt werden.
In der Mitte der Beleuchtung wird ein breiterer Angle Changer eingesetzt als in den Randbereichen. Dadurch wird die Lichtintensität im Zentrum reduziert, während die Randbereiche stärker ausgeleuchtet werden.
Auf diese Weise entsteht eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung über das gesamte Sichtfeld.
Der Einfluss des Kurveneffekts wird im direkten Vergleich deutlich: Die Beispielbilder wurden unter identischen Bedingungen ohne Angle Changer sowie mit drei eingesetzten Angle Changern aufgenommen.
- Im ersten Fall wird die Beleuchtung ohne Angle Changer betrieben, wodurch eine ungleichmäßige Ausleuchtung mit Intensitätsspitzen im Zentrum entsteht.
- Im zweiten Fall werden Angle Changer eingesetzt, wobei der mittlere Angle Changer einen größeren Abstrahlwinkel aufweist. Dadurch wird die Lichtintensität im Zentrum stärker gestreut und Hotspots werden gezielt reduziert.
Der Kurveneffekt kann in Anwendungen eingesetzt werden, die im Hellfeld beleuchtet sind. Voraussetzung ist zudem eine ausreichende Länge der Balkenbeleuchtung, da der Effekt erst ab einer Länge von 375 mm realisiert werden kann.
Welchen Effekt haben die verschiedenen Betriebsmodi?
Gleichlicht h3>
Der Dauerbetrieb bietet als wichtigsten Vorteil außerdem erhöhten Komfort für Mitarbeitende in der direkten Umgebung der Beleuchtung.
Stroboskoplicht h3>
Der Hauptvorteil des Stroboskopmodus besteht in der längeren Lebensdauer der LEDs aufgrund der geringeren Wärmeentwicklung in der Beleuchtung. In einigen Fällen, insbesondere bei Anwendungen mit großen Beleuchtungsanlagen, kann der Energieverbrauch so erheblich reduziert werden.
Stroboskop-OverDrive-Modus
Der Stroboskop-OverDrive-Modus bezeichnet einen Betriebsmodus bei LED-Beleuchtungen, der einen höhere Stromversorgung der LEDs innerhalb einer definierten Einschaltdauer erlauben. Alle wenglor LED-Beleuchtungen mit OverDrive verfügen über eine interne Steuereinheit zur Kontrolle der Einschaltdauer; dadurch ist das Produkt geschützt.Neben den oben genannten Vorteilen des Stroboskopmodus ermöglicht die erhöhte Stromversorgung eine höhere Helligkeit. Dadurch können die Belichtungszeit reduziert und eine kleinere Blende für die Kamera gewählt werden.