Was sind Schnittstellen?
Aufnahme h3>
- Erfassung großer Datenmengen pro Messung
- Generierung von 2D-Höhenprofilen bzw. 3D-Punktwolken und Intensitätswerten
Übertragung h3>
- Schnelle und möglichst verzögerungsfreie Datenübertragung
- Bereitstellung der Daten in standardisierten Formaten
- Sichere und stabile Kommunikation zwischen Sensor und System
Auswertung h3>
- Direkte Weiterverarbeitung der Daten durch die Bildverarbeitungssoftware
- Analyse und Interpretation der erfassten Messdaten
- Ausgabe klarer und verwertbarer Ergebnisse für die Anwendung
Warum sind Schnittstellen so wichtig?
Vorteile einer leistungsfähigen Schnittstelle
Getrennter Daten- und Steuerkanal h4>
Hohe Übertragungsgeschwindigkeiten h4>
Stabile und zuverlässige Kommunikation h4>
Kompatible Datenformate h4>
Einfache Integration in bestehende Systeme h4>
Wer profitiert von leistungsfähigen Schnittstellen?
Maschinenbauer und Integratoren
- Weniger Entwicklungsaufwand
- Schnellere Inbetriebnahme
- Sensoren verschiedener Hersteller können in derselben Softwareumgebung betrieben werden
Endanwender
- Herstellerunabhängigkeit
- Einfacher Austausch bei Defekten oder System-Upgrades
- Volle Kompatibilität mit bestehenden Systemen
Bilddaten direkt in uniVision auswerten
Schnittstellen ermöglichen die Integration von Sensoren in Software von Drittanbietern oder in eigene Anwendungen sowie die zuverlässige Übertragung der erfassten Bild- und Profildaten an eine Software zur direkten Weiterverarbeitung.
Mit der Bildverarbeitungssoftware uniVision bietet wenglor eine Lösung, um Machine Vision Cameras und Sensoren einfach zu parametrieren, Mess- und Bilddaten zu visualisieren und zu analysieren sowie für Inspektions-, Mess- und Automatisierungsaufgaben zu nutzen.
Ebenen von Schnittstellen
Eine Schnittstelle besteht immer aus zwei Ebenen: der physikalischen Ebene und der logischen Ebene. Zwei Geräte können beispielsweise denselben Stecker besitzen und sich nicht verstehen, wenn sie unterschiedliche Protokolle verwenden.
Physikalische Ebene – die Hardware-Verbindung h4>
Die physikalische Ebene stellt die Hardware-Verbindung bereit und beschreibt, wie Daten zwischen Sensor und System übertragen werden. Dazu gehören das Übertragungsmedium und Steckverbinder.
Logische Ebene – das Protokoll h4>
Die logische Ebene bestimmt, wie die Geräte miteinander kommunizieren, während das Protokoll definiert, wie Daten aufgebaut, übertragen und interpretiert werden.
Standardschnittstellen und proprietäre Schnittstellen im Vergleich
Standardschnittstellen h3>
| Offene Schnittstellen werden von unabhängigen Organisationen standardisiert und kontinuierlich weiterentwickelt. |
| Komponenten verschiedener Anbieter können in derselben Softwareumgebung eingesetzt werden. |
| Offene Standards erleichtern die Einbindung in bestehende Systeme und ermöglichen einen unkomplizierten Hardwareaustausch. |
| Die Nutzung ist nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden. |
Proprietäre Schnittstellen h3>
| Die Schnittstelle ist speziell auf die Produkte und die Systemarchitektur eines Herstellers abgestimmt. |
| Durch die enge Verzahnung können gerätespezifische Funktionen besonders effizient genutzt werden. |
| Hardware, Software und Support stammen aus einer Hand und sind optimal aufeinander abgestimmt. |
| Proprietäre Schnittstellen bieten häufig Vorteile, wenn maximale Performance oder besondere Geräteanforderungen im Vordergrund stehen. |
Typische Standardschnittstellen im Überblick
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GenICam – die Standardschnittstelle für wenglor Machine-Vision-Produkte
Generic Interface for Cameras (GenICam) ist ein offener Standard der European Machine Vision Association (EMVA), der die Kommunikation zwischen Sensoren und Bildverarbeitungssoftware vereinheitlicht. Dadurch können GenICam-kompatible Geräte unterschiedlicher Hersteller über dieselbe Software integriert und gesteuert werden.
Funktionsweise von GenICam h3>
Jeder GenICam-kompatible Sensor stellt eine standardisierte XML-Beschreibung bereit. Darin sind alle verfügbaren Funktionen und Parameter definiert, beispielsweise Belichtungszeit, Trigger oder Bildauflösung.
Beim Verbinden liest eine GenICam-fähige Software diese Informationen automatisch aus. Dadurch erkennt sie, welche Funktionen der Sensor unterstützt und wie diese angesprochen werden. Anschließend können Sensor und Software unabhängig vom Hersteller miteinander kommunizieren.
Die GenICam-Architektur im Überblick
Producer h4>
Consumer h4>
Die drei Teilestandards
GenApi – Gerätebeschreibung
Beschreibt alle verfügbaren Gerätefunktionen und Parameter in einer standardisierten XML-Datei.
GenTL – Datenübertragung
Definiert die Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen Producer (Sensor/Treiber) und Consumer (Software).
SFNC – Einheitliche Benennung
SFNC (Standard Features Naming Convention) sorgt dafür, dass identische Funktionen bei allen Herstellern dieselben Namen haben.
Vorteile der GenICam-Schnittstelle
Hardware kann erweitert oder ausgetauscht werden, ohne die Software grundlegend anzupassen.
Validierung nach EMVA-Standards
Die Einhaltung der GenICam-Spezifikation ist die Grundlage für eine zuverlässige Kommunikation zwischen Sensor und Software. Mithilfe der von der EMVA bereitgestellten Validierungswerkzeuge kann überprüft werden, ob eine Implementierung den Anforderungen des Standards entspricht.
Welche Vorteile ergeben sich daraus für Anwendende? h4>
- Hohe Integrationssicherheit
- Einfache Einbindung in bestehende Bildverarbeitungssysteme
- Langfristig stabile und zukunftssichere Lösung
- Orientierung an aktuellen Markt- und internationalen Standardisierungsanforderungen
Software Development Kit
Ein Software Development Kit (SDK) ist ein Softwarepaket, das alle notwendigen Komponenten für die Kommunikation und nahtlose Integration eines Sensors in eigene Anwendungen enthält. Dazu zählen unter anderem Programmbibliotheken, Programmierschnittstellen, Dokumentationen sowie Codebeispiele und Demo-Anwendungen.Zudem enthält es alle erforderlichen Werkzeuge für eine effiziente Anbindung und Nutzung des Sensors. Dadurch werden maximale Leistungsfähigkeit und eine enge Systemintegration ermöglicht.
Herstellerspezifisches SDK h3>
Ein herstellerspezifisches SDK ermöglicht den Zugriff auf die proprietäre Programmierschnittstelle (API) des Sensors. Über die API können Sensoren angebunden, gesteuert und ausgelesen werden.
Die im SDK enthaltene Software übernimmt dabei zentrale Aufgaben im Hintergrund:
- Aufbau und Verwaltung der Verbindung zum Sensor
- Übertragung der Messdaten
- Aufbereitung und Bereitstellung der Daten für die Anwendung
Dadurch können Entwickler direkt auf relevante Informationen wie Profildaten, Intensitätswerte oder vollständige 2,5D-Tiefenbilder zugreifen, ohne die Datenkommunikation implementieren zu müssen.
Was ist im SDK enthalten?
Programmbibliothek
Header-Dateien und API-Beschreibung
Codebeispiele und Demo-Anwendungen
Vorgefertigte Beispielprojekte zeigen typische Anwendungsfälle in der Praxis wie das Herstellen einer Verbindung oder das Auslesen von Messdaten. Sie dienen als Vorlage und ermöglichen einen schnellen Einstieg ohne umfangreiche Einarbeitung.




